Beim Start des Linpus Systems wird automatisch ein lokaler CUPS-Server gestartet. Dieser leitet die Druckaufträge von Anwendungen an den oder die eingestellten Netzwerkdrucker weiter.
Bei dem Versuch (auf einem neu installierten und aktualisiertem System) einen Netzwerkdrucker einzurichten, musste ich feststellen, dass die Möglichkeit fehlte einen Drucker über LPD anzubinden. Nach der Installation des entsprechenden Paketes über PIRUT, tauchte das Protokoll aber nicht im grafischen Frontend der Druckereinrichtung auf. Auch das nachinstallierte PDF – Paket war nicht zu sehen.
Der Aufruf von CUPS (localhost:631) in der Adresszeile des Browsers, brachte einen Error 404. Der Aufruf der Adminseite von CUPS (localhost:631/admin) förderte das Problem zu Tage: Es fehlten die Grafiken, die Seiten ließen sich nicht bedienen. Fazit: CUPS ist nicht richtig installiert.
Der Versuch, über PIRUT, CUPS zu deinstallieren und wieder zu installieren brachte zu viele Abhängigkeiten zum Vorschein. Danach fehlten: Die Suchleiste, SYSTEM in Einstellungen. Mail und IM ließen sich nicht mehr starten.
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Also: System zurücksetzen.
Leider verfügen weder PIRUT noch YUM über ein „force“ um die Neuinstallation eines Paketes zu erzwingen. Auf der Seite http://hacktux.com/yum/force/reinstall wurde ich dann fündig:
rpm -e --nodeps cups yum install cups
Dies entfernt und reinstalliert CUPS ohne abhängige Programme.
Danach ließ sich die Startseite problemlos aufrufen und die Drucker installieren. Sowohl im grafischen Frontend als auch in CUPS waren danach die LPD und PDF Treiber vorhanden und die Drucker ließen sich einrichten:
Beispiel: PDF – Drucker über CUPS
Im Browser: localhost:631
Verwaltung → Drucker hinzufügen
Name: PDF-Printer Ort: Lokal Beschreibung: PDF Printer über CUPS (Die Bezeichnungen sind alle wahlfrei) <Fortsetzen>
Gerät: CUPS-PDF (Virtual PDF Printer) <Fortsetzen>
Marke: Postscript <Fortsetzen>
Modell: Generic color printer <Drucker hinzufügen>
Evtl. wird man nach einem Benutzernamen und Passwort gefragt:
Benutzer: root Passwort: Das Passwort, das bei der Installation angegeben wurde
Danach kann man noch ein paar Einstellungen festlegen wie DPI oder Banner.
Den Rechner einmal durchstarten und eine Seite z.B. aus dem Browser drucken. Die Seite landet auf dem Desktop! Wenn man „Eigene Dateien“ öffnet findet man dort den Ordner „Desktop“. Um den Pfad zu ändern, muss die Datei /etc/cups/cups-pdf.conf editiert werden:
Ich habe mir einen Ordner „PDF“ in „Documents“ angelegt.
ALT F2 sudo mousepad /etc/cups/cups-pdf.conf
###########################################################################
# #
# Path Settings #
# #
###########################################################################
### Key: Out
## CUPS-PDF output directory
## special qualifiers:
## ${HOME} will be expanded to the user's home directory
## ${USER} will be expanded to the user name
## in case it is an NFS export make sure it is exported without
## root_squash!
### Default: /var/spool/cups-pdf/${USER}
#Out /var/spool/cups-pdf/${USER}
Out ${HOME}/Desktop
Die letzte Zeile auskommentieren und ersetzen durch:
#Out ${HOME}/Desktop
Out ${HOME}/Documents/PDF
Bitte beachten: Ist der Pfad falsch, passiert nichts. Nicht mal ein Fehler wird ausgegeben.
Bei der Gelegenheit kann auch gleich dafür gesorgt werden, dass jede Datei einen eigenen Namen erhält:
### Key: Label ## label all jobs with a unique job-id in order to avoid overwriting old ## files in case new ones with identical names are created; always true for ## untitled documents ## 0: label untitled documents only, 1: label all documents ### Default: 0 #Label 0 #Label 0 ändern in Label 1
Speichern und neu starten.
Danach erhalten alle Dateien eine Jobnummer.
Falls ein Netzwerdrucker mit Hilfe des IPP-Protokolls angesprochen werden kann, oder ein Netzwerkdrucker durch einen CUPS-Server bereit gestellt wird kann der Ausdruck auch direkt erfolgen. Dieses hat den Vorteil, dass die ausgedruckten Dokumente nicht lokal gespoolt werden (müssen). Falls der Drucker abgeschaltet ist, wird in die Druckerqueue auf dem zentralen CUPS Server gedruckt, so dass der Aspire One heruntergefahren werden, und der Ausdruck der Daten später erfolgen kann.
Mit diesem Befehl wird der start von CUPS beim booten verhindert.
sudo chkconfig cups off
Mittels
sudo chkconfig --list cups
kann man überprüfen, ob CUPS ausgeschaltet wurde. Die Ausgabe sollte bei ausgeschaltetem CUPS wie folgt aussehen:
cups 0:off 1:off 2:off 3:off 4:off 5:off 6:off
bzw. bei aktiviertem CUPS:
cups 0:off 1:off 2:on 3:on 4:on 5:on 6:off
Falls man CUPS irgendwann mal wieder einschalten will, geht das mit:
sudo chkconfig cups on
Beide Varianten werden erst aktiv, nachdem man den Rechner neu gestartet hat. Damit die Änderung schon ohne Neustart aktiv wird, können wir bei der chkconfig-Variante den noch laufenden CUPS-Server mittels
sudo /etc/init.d/cups stop
einfach beenden, bzw. mittels:
sudo /etc/init.d/cups start
können wir ihn auch wieder starten (das geht auch, wenn der automatische Start abgeschaltet wurde, man also den CUPS-Daemon nur mal kurzzeitig braucht).
Wir erstellen die Datei /etc/cups/client.conf:
sudo echo "ServerName 192.168.0.10" > /etc/cups/client.conf
Die IP-Adresse 192.168.0.10 wird durch die Adresse oder den Hostname des lokalen CUPS-Servers ersetzt.
Unter http://felix.salfelder.org/drucken.htm liegt eine mehr oder weniger generische Anleitung zum Drucker-Einrichten unter Debian und Debian-aehnlichen Installationen.